Dynamische Preise heißen: Eine Bahn kostet am ruhigen Dienstagnachmittag weniger als am vollen Samstagabend, und in der Sommerflaute anders als im Winter. So füllen Sie schwache Zeiten und nutzen in Stoßzeiten die höhere Nachfrage. Entscheidend ist, dass Ihr Buchungssystem die Preise automatisch je Zeitfenster anwendet und Gäste den Preis vor der Buchung sehen.
Vom Einheitspreis zur Preisstaffel
Viele Bowlingcenter staffeln ihre Preise bereits grob, etwa günstiger von Montag bis Donnerstag und teurer am Freitag- und Samstagabend. Dynamische Preisgestaltung geht einen Schritt weiter: Sie richtet die Preise feiner nach Uhrzeit, Saison und tatsächlicher Auslastung aus.
Ein einheitlicher Preis ist einfach, führt aber dazu, dass Bahnen zu ruhigen Zeiten leer bleiben, während am Wochenende Gäste abgewiesen werden. Warum sollte eine Stunde auf der Bahn am ruhigen Dienstag um 14 Uhr genauso viel kosten wie am Samstagabend um 20 Uhr?
Die Vorteile einer dynamischen und saisonalen Preisgestaltung
Wenn Ihre Preise zur Nachfrage passen, haben Gäste einen Anreiz, ruhigere Zeiten zu wählen. Die Auslastung verteilt sich gleichmäßiger über Tag und Woche.
1. Bessere Auslastung
Günstigere Preise zu ruhigen Zeiten locken mehr Gäste an. In Stoßzeiten, wenn die Nachfrage hoch ist, können Sie einen höheren Preis verlangen.
2. Besseres Erlebnis für Ihre Gäste
Wenn sich die Besucher gleichmäßiger verteilen, wird es in Stoßzeiten weniger voll. Ihr Team hat mehr Zeit für den Service, und Ihre Gäste warten weniger.
3. Mehr Flexibilität
Sie können schnell auf besondere Tage reagieren. Findet in der Nähe eine Veranstaltung statt, die kurzfristig für mehr Nachfrage sorgt, passen Sie die Preise für neue Buchungen an. Umgekehrt gilt: Läuft ein Länderspiel und bleiben die Bahnen leer, kann ein kurzfristiger Aktionspreis Gäste ins Center holen.
So setzen Sie dynamische Preise um
1. Analysieren Sie Ihre Daten
Nutzen Sie Ihre bisherigen Buchungen, um Muster zu erkennen. Wann sind die ruhigen und wann die vollen Zeiten? Gibt es saisonale Unterschiede, etwa in den Sommerferien oder vor Weihnachten?
2. Hinterlegen Sie Preisregeln im Buchungssystem
Legen Sie fest, welcher Preis für welchen Wochentag, welche Uhrzeit und welche Saison gilt. So sieht der Gast bei der Online-Buchung automatisch den richtigen Preis, und Ihr Team muss am Tresen nichts nachrechnen.
3. Testen Sie mit kleinen Schritten
Beginnen Sie mit kleinen Anpassungen und beobachten Sie die Ergebnisse. Testen Sie unterschiedliche Preise zu verschiedenen Zeiten, um herauszufinden, welche Änderungen die Nachfrage beeinflussen, ohne Stammgäste zu verärgern.
4. Kommunizieren Sie offen
Zeigen Sie Ihre Preisstaffel offen auf der Website und im Buchungsschritt. Formulieren Sie Unterschiede als Vorteil, etwa als „Happy-Hour-Tarif“ oder „Nachmittagspreis“. Gäste akzeptieren einen Rabatt zu ruhigen Zeiten deutlich besser als einen Aufschlag am Wochenende.
5. Überprüfen und anpassen
Dynamische Preise sind kein einmaliges Projekt. Überprüfen Sie regelmäßig die Ergebnisse und passen Sie Ihre Preisregeln an.
Preise, die zu Ihrem Center passen
Mit Preisen, die zu Wochentag, Uhrzeit und Saison passen, füllen Sie ruhige Zeiten besser und nutzen die Nachfrage in Stoßzeiten. Gäste zahlen gern mehr für den Samstagabend, wenn sie wissen, dass sie am Dienstag günstiger spielen können.
Wie Sie No-Shows an vollen Abenden vermeiden, lesen Sie im Artikel So reduzieren Sie No-Shows in Ihrem Bowlingcenter. Welche Funktionen ein Buchungssystem für flexible Preise mitbringen sollte, lesen Sie auf der Seite Buchungssystem für Bowlingcenter. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt zum Beispiel Flexybox.



